Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 457 f.

Diederichs, Otto v., Admiral à la suite des Seeoffizierkorps, geb. 7. Sept. 1843 in Minden i. W., trat 1862 als Fähnrich in das Heer, schied jedoch bald wieder aus. 1865 in die Kgl. preußische Marine eingetreten, wurde v. D. 1867 Unterleutnant z. See, 1869 Leutnant z. See, 1870/71, Kommandant des Kanonenbootes "Natter", 1873 Kapitänleutnant, besuchte 1872 -74 die Marineakademie, wurde 1874 - 77 Mitglied der Torpedoversuchskommission, 1880 Korvettenkapitän und Lehrer an der Marineakademie, 1883 - 85 Dezernent der Admiralität in Berlin, 1886 Kapitän z. See, 1892 Konteradmiral, 1890 - 93 Oberwerftdirektor der Ksl. Werft in Kiel, 1893 - 94 Chef der 2. Division des Manövergeschwaders, 1895 -9 6 Chef des Stabes des Oberkommandos, 1897 Chef der Kreuzerdivision in Ostasien, wobei er am 14. Nov. 1897 mit seinen Schiffen Tsingtau zur Sühne für die Ermordung der Missionare Niest und Henle in Schantung besetzte, 1897 Vizeadmiral und Chef des neugebildeten Kreuzergeschwaders. 1899 - 1902 war v. D. Chef des Admiralstabes; im August 1902 wurde er zur Disposition gestellt. Er lebt in Baden - Baden.