Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 465 f.

Dinosaurier, Drachenechsen (Dinosauria), Gruppe ausgestorbener Reptilien, vorwiegend dem späteren Mesozoikum (Jura und Kreide) angehörig. Zu ihnen gehören zahlreiche sehr verschiedenartige Tierformen von zum Teil außerordentlicher Körpergröße, deren Reste in europäischen, afrikanischen und besonders amerikanischen Ablagerungen aufgefunden wurden, so z.B. der mit riesigen Stacheln und Panzerplatten bewehrte Stegosaurus, der elefantengroße, dreifach gehörnte Trieeratops, das bis zu 5 m hohe, auf den Hinterbeinen gehende Iguanodon, der mit fürchterlichem Raubtiergebiß ausgerüstete, gleichfalls aufrecht laufende, gegen 10 m lange Allosaurus und die bis zu 25 m langen, langhalsigen und langschwänzigen Angehörigen der Gattungen Diplodocus, Brontosaurus und Atlantosaurus. In neuester Zeit wurden am Tendaguruberge, in der Nähe von Lindi in Deutsch-Ostafrika, reichhaltige Knochenlager ausgebeutet. Die größten der dort aufgefundenen Tiere stellen alle bisher bekannten noch weit in den Schatten und sind damit die gewaltigsten aller Lebewesen, die wir kennen (s. Tendaguruexpedition).

Sternfeld - Tornier.