Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 471 f.

Donde, Landschaft des südlichen Vorlands von Deutsch-Ostafrika (s.d. 5), 12 000 qkm groß, von etwa 500 m durchschnittlicher Meereshöhe. Einzelne Erhebungen des recht bergigen, mittleren D. erreichen 800 m. Diese Gebiete scheinen im wesentlichen aus den sandigen Makondeschichten (s.d.) der unteren Kreide aufgebaut zu sein. Im Süden und Osten erheben sich Inselberge (s.d.) aus Gneis über ziemlich flaches Land. Die Westgrenze von D. bildet der Marangandu - Luwegu, der in den Rufiji (s.d.) fließt, die wenig bestimmte Ostgrenze hat etwa 120 km Abstand von der Küste. Das hier und dort mit lichtem, hochstämmigem Trockenwald, mehr noch mit dichtem Busch, sowie mit Busch- und Baumgrassteppe bedeckte Land wird hauptsächlich von einem Teil des Stammes der Wangindo (s.d.) bewohnt, etwa 20 000 an Zahl, die in den Tälern spärlichen Ackerbau treiben (Pennisetum, Sorghum, Mais, Maniok und Bataten sind die wichtigsten Feldfrüchte), daneben die vorzügliche Kautschukliane Landolphia dondeensis (s. Donde - Kautschuk) anzapfen, auch etwas Wachs sammeln. Die Niederschläge betragen 800 - 900 mm, das Land ist recht fruchtbar, aber die Trockenzeit streng, so daß dann der größte Teil des in D. entspringenden Matandu wasserlos ist. Die Volksdichte, die knapp 2 beträgt, könnte viel größer sein. Das Land ist reich an Wild aller Art. D. gehört zum Bezirk Kilwa (s.d.); dessen Nebenstelle Liwale (s.d.) liegt im südlichen D.

Uhlig.