Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 474 f.

Driftpflanzen, Gewächse, die ihre Verbreitung den Meeresströmungen verdanken. Ausnahmslos am Strande oder in dessen unmittelbarer Nähe wachsend, haben die D. gemeinsam, daß ihre Früchte Schwimmeinrichtungen sowie eine Umhüllung besitzen, die die Samen vor einer andauernden Benetzung durch Seewasser schützt. Das bekannteste Beispiel für D. ist die Kokosnuß. Sie vermag wochenlang im Meere zu treiben, ohne daß sie dadurch, schließlich ans Land geworfen, etwas von ihrer Keimkraft eingebüßt hätte.

Literatur: W. B. Hemsley, On the dispersal of plants by oceanic currents and birds in Report on the scient results of the voyage of H. M. Challenger during 1873 -1876. Vol. L App. A. F. W. Schimper, Pflanzengeogr. auf physiol. Grundlage. Jena 1898.

Volkens.