Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 475

Druse, ansteckender, durch den Druse -Streptokokkus erzeugter eitriger Nasenkatarrh der Pferde und sonstigen Einhufer. Die erkrankten Tiere zeigen eitrigen Ausfluß aus beiden Nasenlöchern und Anschwellung der Lymphdrüsen im Kehlgang, die gleichzeitig vermehrt, warm und schmerzhaft sind, nach einiger Zeit durchbrechen und Eiter entleeren. Die D. ergreift mit Vorliebe junge Pferde und kann in Gestüten große Verluste hervorrufen. Zur Behandlung empfiehlt sich Öffnung der Kehlganglymphdrüsen, sobald sich Eiter gebildet hat, sorgsame Wundbehandlung und zur Verhütung der Ansteckung der gesunden Tiere Isolierung der kranken. S. a. Abzesse bei Tieren.

v. Ostertag.