Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 481

Dumpalmen, verschiedene Arten der Gattung Hyphaene (s. Tafel 49), in Steppengebieten des tropischen Afrikas, insbesondere in Ostafrika häufige, Fächerpalmen. Eine Art auch im Norden Südwestafrikas. Man hat verzweigte und unverzweigte Arten zu unterscheiden; letztere bilden manchmal eine schlauchförnüge Verdickung des Stammes aus, wie die Borassuspalme (s.d.), der sie damit habituell sehr ähnlich werden von letzterer jedoch leicht unterscheidbar durch ihre bedeutend kleineren und anders gearteten Früchte. Die Blätter der jungen Dumpalmen (diese in Kisuah. mnyaa genannt, im Gegensatz zur ausgewachsenen Pflanze = mkotsche) werden in Ostafrika in großem Maßstabe zu Matten (yamwi) und zu Körben verarbeitet. Wegen Nutzung der Kerne s. Elfenbeinnüsse. (Weitere Nutzungen bei Warburg, Stuhlmann, Dinter.)

Literatur: Warburg in Englers Pflanzenwelt Ostafrikas, Tl. B, 25 ff. 1895. - W. Busse in Schenck u. Karsten, Vegetatiombilder, V. Reihe, Heft 7. 1907. - Stuhlmann, Beitr. z. Kulturgesch. Ostafrikas, 30 f. 1909. - Dinter, Die vegetabilische Veldkost Deutsch - Südwestafrikas, Okakandja 1912.

Busse.