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Ebenholz, Handelsbezeichnung für eine ganze Anzahl schwerer, im Wasser
meist untersinkender Hölzer von relativ gleichmäßigem Bau, die zum Teil
in der Farbe mit dem ursprünglich so genannten tiefschwarzen E. nicht
übereinstimmen. Dieses letztere stammt von Arten der Ebenaceengattung
Diospyros, meist mittelgroßen Bäumen, die in den Tropen
der alten Welt heimisch sind. Das Sansibar
-E. des Handels soll von Diospyros mespiliformis stammen, einem schönen,
bis 25 m hohen, im tropischen Afrika sehr verbreiteten Baum mit eßbaren
Früchten. Indessen liefert der Baum wohl ein geschätztes weißes Holz,
bildet aber einen schwarzen Kern nicht an allen Standorten (Volkens, Nutzpflanzen Togos, Notizblatt des Botan.
Gartens
u. Museums zu Berlin-Dahlem, Appendix XXII, I, 1909; Metzger,
Forstwirtschaft
in Togo, Jena 1911, G. Fischer). In Kamerun und Togo sind mehrere Diospyrosarten
vorhanden,
unter denen z. B. D. atropurpurea E. liefern soll. E. (Dualaname:
Epindepinde)
stand in Kamerun an der Spitze der Exporthölzer, bis es durch
Mahagonisorten
überflügelt wurde. Gabun - E. wird von
Diospyros
dendo abgeleitet, die auch in Altkamerun vorkommt. In Deutsch-Südwestafrika liefert die
Ebenacee Euclea
Pseudoebenus (s. Tafel
56) ein vorzügliches E. von schwarzbrauner bis
schwarzer Farbe. Sie ist ein bis 12 m hoher Baum mit heidelbeerartigen
Früchten. Im Namaland häufig, kommt er auch im Hereroland an den Rivieren vor, erreicht hier
aber nur eine geringere Größe.
Büsgen.
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