| Echsen, Eidechsen (Sauria, s. Farbige Tafel Tropische
Echsen), eine in sämtlichen heißen und gemäßigten Zonen der Erde durch
zahlreiche Arten vertretene Reptilienordnung; vor allem die Tropen sind überaus reich an Formen wie an
Individuen.
Die E. verstehen es, sich jedem Gelände und den schwierigsten
Lebensbedingungen
aufs trefflichste anzupas.sen. Sie sind Bewohner des Urwaldes wie des
Wüstensandes, in felsiger Einöde ebenso zuhause wie im Wasser der Flüsse
und Seen oder selbst des Meeres. Viele bewegen sich im Gezweige der
Bäume,
andere auf ebenem Boden mit außerordentlicher Schnelligkeit und
Gewandtheit
und tragen, häufig in großer Zahl vereinigt, durch ihre Lebhaftigkeit
und Farbenschönheit zur Belebung der Landschaft in hohem Grade bei. Zu
dieser Gruppe gehören u. a. die altweltlichen Agamen
(s.d.), Varane (s.d.) und, verschiedene
Gattungen der echten Eidechsen sowie
die neuweltlichen Ameiven und Iguaniden (Leguane). Andere, so die Amphisbaenen (s.d.) und die Skinke sind imstande, sich im Boden einzuwühlen und
sich unter der Oberfläche wühlend fortzubewegen. Besondere, sehr
eigenartige
Gruppen sind die vollkommen an ein Baumleben angepaßten Chamaeleonen
(s.d.) und die nächtlich lebenden, häufig mit Haftorganen an den Zehen
ausgerüsteten Geckonen (s.d.). - Nutzen
und Schaden der E. sind im allgemeinen nicht sehr bedeutend. Schädlich
werden wohl nur einige der größten Arten in Ausnahmefällen, nützlich
sind,
von ihrem ästhetischen Werte ganz abgesehen, fast alle kleineren Arten-
durch Vertilgung schädlicher Insekten.
Viele werden für giftig gehalten und sehr gefürchtet, doch ist in
Wirklichkeit
nur die amerikanische Gattung Heloderma
mit Giftzähnen ausgerüstet. Manche haben auch bei den Eingeborenen einen
Ruf als kostbare Heilmittel (s. Springschlange).
Sternfeld -
Tornier.
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