Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 491

Edea, Sitz eines Bezirksamts in Kamerun. Die Stadt liegt am unteren Sanaga, am Eintritt des Flusses in das Tiefland, wo die 90 m hohen E.fälle der Schiffahrt ein Ende bereiten. Infolgedessen ist E. ein wichtiger Handels- und Umladeplatz geworden, wo die Waren der Karawanen auf Schiffen weiterbefördert werden. Die sogenannte Mittellandbahn, die Duala mit den oberen Stromschnellen am Njong verbinden soll, ist bereits bis weit über E. hinaus vollendet. Diese wird den Handel des Hochlands von Südkamerun an Duala angliedern. Nach Jaunde geht eine fahrbare Straße. Die Bewohner in E. sind Bakoko (s.d.). Die Zahl der Weißen im Bezirk E. war im Jahre 1910/11 136. Davon sind die meisten in europäischen Faktoreien beschäftigt. Auch eine Plantage existiert in E. Außer dem Bezirksamt befinden sich in E. die Polizei, eine Postagentur, ein Regierungsarzt, die Katholische Mission der Pallotiner (s.d.) und die evangelische Basler Missionsgesellschaft (s.d.).

Passarge - Rathjens.