Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 525

Eis, gefrorenes, d.h. in festem Zustand befindliches Wasser. Sein Vorkommen ist an das Auftreten von Temperaturen unter 0° C gebunden. E.bildung zeigt daher von unseren Kolonien im Meeresniveau nur das Kiautschougebiet, sonst ist sie auf die hochgelegenen Teile beschränkt. Frostnächte treten auf in Deutsch -Ostafrika gelegentlich bis 2000 m und in Kamerun bei Ngaundere sogar bis 1200 m Höhe hinab; ferner begünstigt durch starke Ausstrahlung bei fehlender Bewölkung in ausgedehnten Teilen von Deutsch- Südwestafrika, hingegen wahrscheinlich beschränkt auf die höchsten Gipfel in Kaiser - Wilhelmsland. Ausgedehntere ständige E.massen finden wir nur auf dem Kibogipfel des Kilimandscharo (s. Schneegrenze). Eine besondere, in weiteren Teilen unserer Kolonien gelegentlich vorkommende E.form ist der Hagel (s.d. und Niederschläge; über Kunsteis s. Eismaschinen).

Heidke.