Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 551

Eisib, Fluß in Deutsch-Südwestafrika, im nördlichen Hererolande, von Reisenden und Landesbewohnern vielfach auch Omarurufluß genannt, da der bekannte Ort dieses Namens an seinen Ufern gelegen ist. Der E. nimmt seinen Ursprung in den Gebirgen östlich von Omburo, in der Nähe der Wasserscheide nach den Kalahariebenen des nordöstlichen Schutzgebiets. Sein Lauf ist dem des mittlern und untern Swakop annähernd parallel gerichtet, doch ist sein mittleres Tal weniger durch Berglandschaften eingeengt und enthält zwischen Omburo und Okombahe ziemlich ausgedehnte, bei künstlicher Bewässerung kulturfähige Flächen. Obwohl auch der E. von Zeit zu Zeit mit starken Wassermassen abkommt, ist er weit weniger wasserreich als der Swakop. Wasser und etwas Weideland hat man selbst an seiner Mündung gefunden, ein Beweis dafür, daß sein Grundwasser das Meer erreicht.

Dove.