Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 553

Ekombe oder Ekumbe, ein Bantustamm in Kamerun, dessen Sitze nördlich vom Kamerunberg einmal am Mungo, sodann am oberen Memetluß liegen. Die E. heißen auch Baji; sie sind Heiden und haben mystische Fetischhütten. Sie treiben Ackerbau und Handel. Ihr Hauptzentrum ist Ekumbendene an den Wasserfällen des Meme; in der Ebene, längs des Flusses, liegen viele Farmen und Faktoreien. - Nach Spellenberg bilden die Ekumbe - Baji eine eigene Sprachgruppe der Bantuneger, zusammen mit drei anderen Stämmen. Dies sind die Bafo westlich des oberen Mungo, mit den Orten Kumba, Mambanda, Ikiliwindi und Baduma, die Balong am Mungo zwischen Mukondsche und Mundame und Malende, die flußabwärts Handel treiben, und die Barombi am Elefantenund am Barombisee. Zwischen diese Stämme schieben sich die Bakundu (s.d.) ein, die von Norden her eingewandert sind.

Passarge-Rathjens.