Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 560

Elisabethhaus, Wöchnerinnenheim in Windhuk (Deutsch-Südwestafrika), dazu bestimmt, Wöchnerinnen vom Lande, hauptsächlich Farmersfrauen, welche an ihrem Wochenorte fern von ärztlicher Hilfe sind, für die Zeit der Entbindung aufzunehmen und zu verpflegen. Außerdem werden auch Frauenleiden im E. ärztlich behandelt. Das E. wurde mit Mitteln erbaut, welche durch private Sammlungen der Deutschen Kolonialgesellschaft (s.d.) aufgebracht worden sind. In erster Linie hat sich der Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg (s.d.), um das Zustandekommen des Wöchnerinnenheims, das nach seiner Gemahlin den Namen erhalten hat, bemüht. Das E. bekommt einen jährlichen Zuschuß vom ksl. Gouvernement, im übrigen unterhält es sich aus privat gesammelten Mitteln und aus den niedrig gehaltenen Verpflegungsgeldern.

Steudel.