Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 585

Erythrophloeum guineense Don (Familie der Leguminosen), Waldbaum, auch vereinzelt in der Baumsteppe des tropischen Afrikas (s. Tafel 52), liefert hartes, termitensicheres, schwer zu bearbeitendes Kernholz. Die Rinde ist im Handel als Passyrinde bekannt, sehr giftig, enthält ein Herzgift Erythrophloein, das auch als lokales Anästhetikum wirkt. Die Rinde wird zu "Gottesurteilen" und Giftmorden verwendet (s.a. Muavi).

Literatur: G. Volkens, Not. Blatt, Bot. Gart. Berlin, Bd. II, 271 ff. 1899. - W. Busse in Schenck u. Karsten, Vegetationsbilder, 4. Reihe, Heft 5, Taf. 29. 1906. - Metzger, Veröff. d. RKA. Nr. 2, 40. 1911. -Abb. der einzelnen Organe bei Engler, Pflanzenwelt Ostafrikas, I. Bd., 1. Heft, 243.

Busse.