Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 588

Esum, Stamm der Fang (s.d.) in Kamerun nördlich der Mwelle auf der Sanagaschwelle. Östlich von ihnen beginnt das Gebiet der Maka (s.d.). Sie sprechen einen dem Jaunde ähnlichen Dialekt. Ihre Kleidung besteht in einem Rindenschurz, die Weiber kleiden sich ebenso wie die Jaunde (s.d.). Waffen sind Speere zum Wurf und Stoß, Pfeil und Bogen und Schilde. Tatauierungen sind vorhanden, aber keine Verstümmelung. Die E. stehen in Handelsbeziehungen besonders mit den Maka. Der Anbau erstreckt sich wie bei allen Stämmen im Süden auf Bananen, Mais, Maniok, Zuckerrohr, Yams und Tabak. Ölpalmen stehen oft von Unterholz befreit an den Wegen. An Haustieren kommen vor Schafe, Ziegen und Hühner. Kautschuk soll viel vorhanden sein.

Literatur: Engelhardt, KolBl. 1903, 419 ff.

Passarge - Rathjens.