Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 592

Etosapfanne oder Etoschapfanne, bekannteste unter den Salzpfannen (s.d.) Deutsch-Südwestafrikas. Die E. ist eine riesige Lagune, die sich zwischen dem Hereroland, dem Kaokoveld und dem Ambolande in einer Länge von weit mehr als hundert und einer mittleren Breite von mindestens 40 km ausbreitet. Bei der außerordentlichen Flachheit des Landes zwischen dem Kunene und der 1050 m hoch gelegenen Pfanne läßt sich von den einzelnen Omuramben (s.d.) wenig Zuverlässiges sagen. Jedenfalls ist nicht ausgeschlossen, daß die Pfanne ehedem Wasser von dem genannten Strome aus empfing, während sie jetzt ganz auf die Zufuhr der ihr unmittelbar tributären Omuramben während der Regenzeit angewiesen sein dürfte. Je nach der Jahreszeit gewährt sie einen ganz verschiedenen Anblick. Wo im Sommer während einiger Zeit flaches Wasser die riesige Fläche überdeckt, zeigt sich während des größten Teiles des Jahres eine weißliche, an ein Schneefeld erinnernde Salzkruste von einigen Zentimetern Dicke; nach innen zu dagegen tritt an die Stelle dieser Randbedeckung ein salziger Sumpfboden.

Dove.