Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 592

Eucalyptus (s. Tafel 52), Pflanzengattung aus der Familie der Myrtengewächse, die an 160Arten umfaßt. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist Australien, doch strahlen einige Arten von da auch nach Neuguinea und Nachbargebieten aus. Viele sind hervorragende Nutzgewächse, sei es durch ihr Holz, sei es durch Gerbstoffoder Harzgehalt ihrer Rinde, sei es durch Ätherische Öle, die die Blätter bergen. Am bekanntesten und durch Kultur über alle wärmeren Zonen verbreitet ist E. globulus, der Fieberbaum, den man anpflanzt, um Sümpfe allmählich trocken zu legen. Anderer Arten hat sich die Forstwirtschaft in Trockengebieten bemächtigt, so in Algier, im Kaplande, in Deutsch - Südwest- und Ostafrika, mit der Absicht, den Holzreichtum des Landes zu mehren und zugleich das Klima durch Waldbestockung zu verbessern.

Literatur: F. v. Müller, Eucalyptographia. Melbourne 1879 - 1884.

Volkens.