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Euphorbiaceen, eine aus habituell sehr ungleichen Elementen
bestehende,
mit mehr als 4000 Arten über die ganze Erde verbreitete
Pflanzenfamilie,die
durch eingeschlechtliche, oft zu eigenartigen Infloreszenzen (Cyathien)
zusammentretende Blüten und meist in 3 Teilfrüchte (Kokken) zerfallende Früchte charakterisiert ist.
Sehr
viele enthalten Milchsaft in gegliederten oder ungegliederten Röhren der
Blätter wie der Stammteile. Auffällige Vertreter sind die in
ausgesprochenen
Wüsten- und Steppengebieten vorkommenden Kandelaber - Euphorbien, die
vielfach fälschlich für Kakteen gehalten
werden, weil sie solchen im äußeren Aufbau nahekommen. Sie sind wie
diese
blattlos und bilden dafür die Stämme
und Zweige zu dickfleischigen, am Rande mit Dornen bewehrten
Assimilationsorganen
(s. Farbige Tafel
Euphorbien - Dornbusch - Steppe) um. Ihr Milchsaftgehalt läßt sie sofort von
den Kakteen unterscheiden. Die Familie umfaßt eine verhältnismäßig große
Zahl von Nutzgewächsen, so die Kautschukbäume Hevea brasiliensis, Manihot Glaziovii und Sapium utile (s.
Kautschuk), den Maniok- oder Cassadestrauch (Manihot utilissima, s.d.), die
Medizinal-
und Ölpflanzen Ricinus communis, Jatropha curcas, J. tiglium und J.
multifida
(Purgiernüsse), Croton eluteria (Cascarillrinde), Euphorbia resinifera
(Euphorbiumharz), Zierpflanzen aus
den Gattungen Croton, Codiaeum, Acalypha undBougainvillea. Der Milchsaft
mancher E. (Hippomane mancinilla) ist stark giftig, so daß er als Pfeilgift (s.d.) Verwendung findet.
Literatur: F. Pax, Euphorbiaceae in Engler -
Prantl, Natürl. Pflanzenfamilien, Lpz. 1896. -
Ders., Das Pflanzenreich, Lpz . 1910/11.
Volkens.
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