Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 601

Farbige, im Gegensatz zu den Weißen (Europäern, Amerikanern, Kolonialengländern, Kreolen usw.) die Angehörigen dunkler gefärbter Rassen. Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch zählen auch die hellfarbigeren Nord- und Ostasiaten zu den F. In fremden Kolonialländern werden Eingeborene (s.d.) und vor allem Mischlinge (s.d.) als F. bezeichnet, letztere jedoch nur bei bestimmten Graden der Mischung. Der Inhalt des Begriffs wechselt je nach der Herkunft desjenigen, der ihn anwendet. Eine rechtliche Begriffsbestimmung steht noch aus, doch scheinen Verordnungen unter F. einheimische und fremde. Eingeborene zu verstehen, zum Teil auch wohl Angehörige von Halbkulturvölkern (s. Eingeborene).

Thilenius.