Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 603

Farmwirtschaft m engeren Sinne, d.h. auf die Verhältnisse Deutsch- Südwest- und Deutsch-Ostafrikas bezogen, extensiver Wirtschaftsbetrieb mit weit überwiegender Viehhaltung und Viehzucht auf der Grundlage der Weidenutzung. Das Verhältnis zwischen Eigentumsfläche und Nutzungsfläche wechselt. F. kann entweder reine Graswirtschaft (ohne Feldbau) oder gemischte Farmwirtschaft (mit Feldbau) sein (s.a. Landwirtschaft, Viehzucht, Weiden).

Literatur: Denkschr. u. Jahresber. Schutzgeb., Kol.Blatt. Für Südwestafrika ausführlicher Literaturnachweis bei L. Schultze in H. Meyer, Das Deutsche Kolonialreich, S. 296 ff. Leipz. 1910. - v. Lindequist, Deutsch - Ostafrika als Siedlungsland für Europäer (Schriften d. Ver. f. Sozialpolitik, Bd. 147). 1912.

Busse.