Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 603

Faro, linker Nebenfluß des Benue in Kamerun. Er entspringt am Nordrand des Plateaus von Ngaundere aus einer Reihe von Quellflüssen und stürzt in kataraktenreichem Lauf, der zum großen Teil noch unbekannt ist, in nordwestlicher Richtung das Plateau hinab. Von Westen erhält er den Mao Deo vom Genderogebirge, der sich bei Laro (s.d,) mit Zuflüssen vom Tschebtschigebirge vereint. Der F. fließt nun in einem nördlich gerichteten, grabenähnlichen Tal zwischen den steilen Abfällen der Nordausläufer des Ssariberglandes im Osten und dem Alantikagebirge (s.d.) im Westen dem Benue zu. So günstig sein tiefes Bett der Schiffahrt während der Regenzeit ist, so stark kann er in ungünstigen Jahren austrocknen und zu einer Kette von Wasserlöchern versiegen. Die Schiffahrt der Haussahändler erstreckt sich bis, nach Laro am Mao Deo, von wo der Handel weiter aufwärts bis Kontscha geht; Dampfer gelangen bis zur Mündung des Mao Deo.

Passarge - Rathjens.