Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 605

Feldheuschrecken oder Acridier, Geradflügler (s.d.), mit Sprungbeinen und ziemlich dicken, kurzen Fühlern (s. Tafel 67/68, Abb. 11). Sie nähren sich von grünen Pflanzenteilen und werden mitunter durch massenhaftes Auftreten Kulturpflanzen aller Art sehr schädlich (s. Wanderheuschrecke und Stinkschrecke). Viele F. bringen einen Zirpton hervor, der dadurch entsteht, daß eine mit Höckerchen dichtbesetzte Leiste der Hinterschenkel an einer Ader der Flügeldecken gerieben wird. Das Gehörorgan liegt an den Seiten der Hinterleibswurzel. F. kommen überall in unsern Kolonien vor, auf den ozeanischen Inseln aber meist in recht spärlichen Arten.

Dahl.