Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 606

Feniinseln, bei den Eingeborenen Neumecklenburgs und benachbarter Eilande allgemein Anir genannt, auf den Karten auch als St. Jan, St. John, Wuneram, Wonneram, Bournandinseln angegeben, Gruppe von 2 größeren, bewohnten Inseln östlich von Süd -Neumecklenburg im Bismarckarchipel (Neuguinea). Die westliche Insel, Ambitle oder Bálim, erreicht im Neasberg 562 m Höhe; sie besteht in der Hauptsache aus Andesit; Basalt steht in der Umgebung des Geisers Balamusson an, der bei seinen Ausbrüchen das heiße Wasser 14 m hoch auswirft. Auch sonst finden sich Heiße Quellen. Im Osten steht gehobener Korallenkalk an. Aus solchem und Andesiten setzt sich auch die östliche Hauptinsel Babásse zusammen, die Höhen bis 266 m erreicht. Eine Chinesenstation befindet sich auf der Babásse im N vorgelagerten kleinen Insel Balum. Die Inselgruppe wurde 1908 vom "Planet" vermessen (Deutsche Seekarte Nr. 545, Karton). Die Inseln gehören zum Verwaltungsbezirk der Station Neumecklenburg - Süd mit dem Sitz in Manatanai (s.d.), sie sind in die Organisation einbezogen, und die Eingeborenen entrichten Kopfsteuer.

Sapper.