Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 625

Finisterregebirge, bedeutendes, im Schopenhauer- oder Disraeliberg bis 3350 m aufragendes, aus mehreren Ketten bestehendes, größtenteils, bewaldetes Gebirge in Kaiser - Wilhelmsland (Deutsch-Neuguinea) zwischen dem oberen Ramu und der Maclayküste, mit steilen, schmalen Kämmen und tief eingeschnittenen Schluchten. An seinem Aufbau, der im einzelnen noch nicht zu überschauen ist, sind ältere und jüngere Eruptivgesteine, Serpentine, Tonschiefer und Kalksteine sowie Tuffe und Konglomera te beteiligt, nahe den Küsten auch Korallenkalk. Das F. wurde von H. Zöller (s.d.) 1888 bis zu einer Höhe von 2660 m erstiegen (Neven DuMontberg), während E. Werner 1907 den Geluberg (1700 m) erreichte.

Sapper.