Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 635

Fischkutter, mit einem oder meistens mit zwei Masten (Groß- und Besanmast) versehene Segelfischerfahrzeug, das neuerdings, namentlich in den skandinavischen Ländern, vielfach mit einem Hilfsmotor versehen und. dann auch Motorkutter genannt wird. F. werden in denjenigen Ländern, in denen Hochseefischerei mit Dampfern getrieben wird, kaum noch gebaut, da der Dampfer sich als das überlegene Fahrzeug erwiesen hat. In Skandinavien aber herrscht der F. vor, der dort wohl jetzt ausnahmslos mit Motor versehen wird. Mit dem F. wird Angelfischerei (s.d.), Schleppnetz- und Wadenfischerei (s. Netzfischerei) betrieben. Während von der Kapkolonie aus Küsten- und Hochseefischerei mit einer großen Anzahl von F. (s. Fischerei) betrieben wird, sind in den deutschen Kolonien bisher nur wenige F. tätig, davon vier oder fünf inDeutsch-Südwestafrika und einer in Kamerun.

Lübbert.