Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 635 f.

Fischotter, Lutra, Gattung der marderartigen Tiere, flachköpfige Säugetiere mit langem Rumpfe, kurzen Gliedmaßen, Schwimmhäuten an den Hinterfüßen, kurzen Ohren und kurz behaartem, an der Wurzel dicken Schwanze. Sie fehlen in Deutsch-Neuguinea und Samoa, sind in Kiautschou noch nicht nachgewiesen, kommen aber in China vor und finden sich in allen afrikanischen Schutzgebieten. Es gibt in Afrika 2 verschiedene Untergattungen dieser Tiere, die Krallenotter, welche unserer deutschen Art ähnlich sind, und die größeren Weißwangenotter, deren Vorderfüße krallenlos sind und deren Hinterfüße kurze, spitze Nägel tragen. Bei ihnen sind Wangen, Brust, Kehle und Lippen weiß, bei den anderen sind die Wangen dunkel, die Lippen weiß, die Kehle und Brust dunkel oder auf dunklem Grunde hell gefleckt. Über die vielen Rassen, welche unterschieden werden müssen, ist noch wenig bekannt. Die Felle des Weißwangenotters und einiger Rassen des Krallenotters geben ein gutes, aber schweres Pelzwerk.

Matschie.