Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 639

Flechtwerk, aus biegsamen bandartigen Pflanzenstreifen oder Ruten, seltener aus Leder u.a. tierischem Material hergestellte Arbeiten wie Körbe, Siebe, Schalen; Schilde, Panzer; Kleidungsstoffe, Schmuckträger (Kopfbinden, Armstulpen, Beinringe usw.), Bodenmatten, Hauswände, Türen, Dachbedeckungen. Technisch ist eine große Zahl von Verfahren und Mustern zu unterscheiden, von denen die Mehrzahl bestimmten geographischen Gebieten angehört (s. Technik der Eingeborenen).

Literatur: J. Lehmann, Systematik u. geogr. Verbr. d. Geflechtsarten. Lpzg. 1907.