Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 644 f.

Flottillen, die Gesamtheit der fiskalischen Schiffsfahrzeuge der einzelnen Schutzgebiete nebst den zugehörigen Betrieben. Die Hauptfahrzeuge sind:

In Kamerun:

die seegehenden Dampfer "Nachtigall" und "Herzogin Elisabeth" mit 249 und 548 Registertonnen, die flachgehenden Heckradflußdampfer "Soden" und "Mungo", 26,70 und 22,80 m lang, sämtlich in Duala stationiert, und das Hochseeboot "Rohlfs", 17 m lang, im Muni -Gebiet stationiert. -

In Deutsch-Ostafrika:

die seegehenden Dampfer "Kaiser Wilhelm II." und "Rovuma" mit 495 und 143 Registertonnen, in Daressalam stationiert, Dampfer "Hermann v. Wissmann", 26 m lang, auf dem Njassa und "Hedwig v. Wissmann", 20 m lang, auf dem Tanganjikasee, der Heckradflußdampfer "Tomondo", 25 m lang, auf dem unteren Rufiji und die Zollkreuzer "Wami" und "Kingani", 16 m lang, an der Küste. Zur F. von Deutsch - Ostafrika gehört auch das Daressalamer Schwimmdock. Der Betrieb der F. ist an die Ostafrianische Eisenbahn - Gesellschaft verpachtet. -

In Deutsch-Neuguinea:

der seegehende Dampfer "Komet" mit 977 Registertonnen in Rabaul, ferner die Hochseeboote "Buka", "Kolonialgesellschaft" und "Nusa", 24 - 30 m lang, im Inselgebiet stationiert. -

In Deutsch-Südwestafrika:

der Schlepper "Okahandja", 16,5m lang in Luderitzbucht stationiert. -

In Kiautschou:

die Schlepper "Habicht", "Bussard", "Geier", "Falke" und "Thea", 18 - 30 m lang, und das für Wassertransporte bestimmte Dampfboot "Yung - Tschuan" (zu deutsch: Die ewig sprudelnde Quelle). - Sämtliche Gouvernements haben außerdem noch Barkassen und Motorboote.

Fischer.