Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 645 f.

Flußpferd, Hippopotamus, auf Suaheli Kiboko, von den Buren Zeekoe (Seekuh) genannt, ein großes, plumpes, fast nacktes Huftier mit breiter, dicker Schnauze und mit vier nebeneinander liegenden Zehen an allen vier Füßen. Es lebt nur in Afrika südlich von der Sahara, hält sich meistens im Wasser oder auf Sandbänken auf, richtet aber auch in Feldern zuweilen großen Schaden an. Die Zähne werden zu Spiegelrahmen und als Elfenbein (s.d.) verarbeitet. In Südwestafrika ist dieses Wild nur noch an wenigen Stellen vorhanden, sonst ausgerottet, in den übrigen Schutzgebieten noch häufiger, wird aber leider auch dort vernichtet, wo es den Europäer nicht belästigt. Man sollte sie schon deshalb vor der Ausrottung bewahren, weil durch den Verkauf junger Tiere an zoologische Gärten sehr hohe Preise erzielt werden können.

Matschie.