Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 649

Fontem, Dorf in Kamerun am Westfuße des Bamendagebirges, welches den westlichen Rand des Manengubahochlandes bildet. Der Ort liegt in 886 m Meereshöhe in einem steilwandigen Talkessel, dessen Wände 1500 bis 2000 m Höhe erreichen. Der Bago, der das Tal nach Westen entwässert, vereint sich mit dem von Süden kommenden Fi zum Kreuzfluß (s.d.). Der Talboden trägt noch Urwald, dann folgt ein Ölpalmengürtel, und die höhern Hänge tragen bloß noch Graswuchs. - Der F.kessel ist vielleicht durch Einbruch entstanden, worauf das Vorkommen der vulkanischen Eruptivgesteine hinweist. Bewohner des Tales sind die Bangwa (s.d.). - F. beherrscht durch seine Lage den Talkessel und den Aufstieg auf das Hochland. Die Handelsstraße von Dschang (s.d.) geht über Fango Tunga nach F. und gabelt sich dort nach Westen und Süden. In F. befindet sich eine Faktorei der Gesellschaft Nordwest - Kamerun (s.d.). F. gehört zum Bezirk Dschang.

Passarge - Rathjens.