Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 650

Forsayth Gesellschaft m.b.H., Hamburg. Die F. G.m.b.H. ist im Nov. 1910 mit einem voll eingezahlten Kapital von 2 Mill. M gegründet worden. Zweck des Unternehmens war die Übernahme der bisher unter der Firma E. E. Forsayth zu Ralum und Rabaul, Deutsch-Neuguinea, betriebenen Unternehmungen, die sich außer mit dem Handel in der Hauptsache mit der Kultur der Kokospalme beschäftigte und vornehmlich auf der Gazellehalbinsel sowie auf einer großen Reihe von Inseln des Bismarckarchipels ausgedehnte Ländereien besaß. Der Kaufpreis betrug 2 750 000 M, wovon 1 750 000 M an die Verkäufer in bar zur Auszahlung gelangten, während der Rest als Hypothek stehen blieb. Das Unternehmen, mit dem einer der größten englischen Betriebe der Südsee in deutschen Besitz übergeleitet wurde, konnte bereits für das erste Geschäftsjahr, das infolge der erst am 11. Febr. 1911 erfolgenden Übernahme der Geschäfte nur einen Zeitraum von 10 1/2 Monaten umfaßte, eine Dividende von 7 %, und für das zweite Geschäftsjahr eine solche von 13 % verteilen. - Die Hauptniederlassung befindet sich in Rabaul, von wo aus der Handel betrieben wird, während die Leitung der Pflanzungen auf der Gazellehalbinsel von Ralum (in der Nähe von Herbertshöhe) aus erfolgt. Daneben befinden sich zahlreiche Stationen und Niederlassungen in allen Teilen des Bismarckarchipels. Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. Dez. 1913 ist der Übergang des gesamten Eigentums und des gesamten Betriebes der Gesellschaft an die "Hamburgische Südsee- Aktiengesellschaft zu Hamburg" (s.d.) am 1. Jan. 1914 erfolgt.