Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 661

Fransmanhottentotten, Stamm der Hottentotten (s.d.), der bis vor dem großen Eingeborenenaufstande das Gebiet im Nordosten von Gibeon am Auobflusse in Deutsch-Südwestafrika bewohnte. Der Hauptort der F. war Gochas, ihr letzter Kapitän der nachmals so berüchtigte Simon Kopper (s.d.), der gegen Ende des Aufstandes mit den Resten seines Stammes in die Kalahari flüchtete (s. Hereroaufstand und v. Erckert). Der Stamm zeichnete sich schon lange vor seinem Ende durch Unbotmäßigkeit und Unzuverlässigkeit unvorteilhaft aus. Einer der ursprünglich im Schutzgebiet heimischen Zweige der Naman (s.d.), ist er infolge seiner Beteiligung an den Kämpfen gegen die Deutschen nunmehr als selbständige Gemeinschaft nicht mehr vorhanden.

Dove.