Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 677

Gang, mit Erzen und nutzbaren Mineralien, entweder allein oder zusammen mit Quarz, Kalkspat, Schwerspat und anderen "Gangmitteln" erfüllte Spalten, die die gefalteten und von sonstigen Störungen (Verwerfungen, s.d.) betroffenen Gebirgsschichten unter mehr oder minder steilen Winkeln durchsetzen. Zum erheblichen Teil werden derartige Gangspalten auch von Eruptivgesteinen erfüllt (Diabas-, Pegmatit-, Porphyritgänge usw.). Die nutzbaren kolonialen Glimmer- und Zinnerzlagerstätten sind z.B. an derartige Pegmatitgänge gebunden; ebenso treten die wichtigsten Golderze und sehr viele Kupfer- und Bleierze in Form von Gängen auf.

Gagel.