Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 718

Gesellschaft für deutsche Kolonisation. Sie wurde 1884 von Dr. Karl Peters (s.d.) zu dem Zweck gegründet, deutsche Kolonialgebiete in überseeischen Ländern zu erwerben. Mit den von der Gesellschaft aufgebrachten Mitteln reiste Peters 1884 mit Graf Pfeil (s.d.) und Jühlke (s.d.) nach Sansibar und von dort nach dem ostafrikanischen Festland, auf dem er mit einer Reihe von Häuptlingen Verträge über Abtretung ihrer Gebietsrechte auf ihn abschloß. Auf Grund dieser Verträge wurde der von Peters gegründeten Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (s.d.) am 27. Februar 1885 ein Ksl. Schutzbrief erteilt (s. Erwerbung der deutschen Kolonien). Die G. f. d. K. wurde 1887 mit dem Deutschen Kolonialverein (s.d.) zur Deutschen Kolonialgesellschaft (s.d.) verschmolzen.