Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 733

Gewitter, mit sichtbaren und hörbaren elektrischen Entladungen verbundene Kondensationsvorgänge des atmosphärischen Wasserdampfes. Das Auftreten von Blitz und Donner gehört wesentlich zum Begriff des G. Noch nie hat man aber diese ohne die Begleiterscheinungen von Wolken beobachtet. Hierdurch erklärt sich, daß sie in der Regenzeit erheblich häufiger als in der Trockenzeit sind. Besonders häufig und stark sind G. in unseren Kolonien auf dem Hochland von Kamerun; Samoa und Neuguinea haben für Tropenverhältnisse hingegen nur wenige G.; recht selten und nur während der sommerlichen Regenzeit treten G. im Kiautschougebiet auf.

Heidke.