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Gneis, mehr oder minder deutlich parallel struiertes, flaseriges bzw.
geschichtetes Gestein, das aus Quarz,
Feldspat,
Glimmer, oft auch noch aus Hornblendekristallen
besteht
und zum Teil auch nicht unwesentliche Mengen von Granat oder Graphit
enthält. Die G. sind alle außerordentlich stark metamorphosierte
Gesteine,
die.die Hauptmasse bzw. den Sockel der Primärformation bilden und zum Teil aus
bei der Gebirgsbildung stark gepreßten Eruptivgesteinen (Graniten), zum
Teil aus metamorphosierten Sedimenten entstanden sind; sie sind immer
sehr stark gefaltet. In Ostafrika und Südwestafrika
sowie in Kamerun bilden sie die größten
Teile der Gebirge, auch in Togo und Kaiser-Wilhelmsland sind sie weit
verbreitet.
Die Flaserung und Schichtung der G. ist eine sehr verschieden deutliche;
neben ganz dünnschiefrigen, aus scharf abgesetzten Lagen der
verschiedenen
Mineralien bestehenden G. kommen solche vor, bei
denen die parallele Anordnung der einzelnen Mineralkomponenten kaum
erkennbar
ist und die nur sehr schwierig von Graniten zu trennen sind (z.B. im
Innern
von Ostafrika), woher die bei
verschiedenen
Forschungsreisenden so verschiedenen Angaben über dieselben Gebiete
stammen.
Gagel.
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