Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 742

Gobabis, Ort im Osten Deutsch-Südwestafrikas, im Kalaharivorlande (s. Tafel 73) unter 221/20 s. Br. am Schwarzen Nosob (s. Tafel 153) gelegen. Die Meereshöhe beträgt 1400 m. G. war der Mittelpunkt des Stammes der Geikaushottentotten, nach ihrem Häuptling auch Amraalhottentotten (s. Hottentotten) genannt. Eine Missionsstation ist 1855 von der Rheinischen Missionsgesellschaft (s.d.) begründet worden, ging indessen später, im Jahre 1865, wieder ein. Nach einem 1876 unternommenen Versuch, sie wieder ins Leben zu rufen, ist sie abermals aufgegeben worden. G. ist der Hauptort des gleichnamigen, bis an die britische Grenze sich erstreckenden Verwaltungsbezirks. G. hat ein Zollamt, ein Postund ein Telegraphenamt, eine Kompagnie der Schutztruppe, eine Station der evangelischen Mission und auch eine Station der katholischen Mission. Niederschlagstabelle s. Deutsch-Südwestafrika.

Dove.