Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 745

Gondja oder Ngbangje, ein in mehrere Provinzen eingeteiltes Reich in den Northern Territories der Goldküste zwischen dem Weißen Volta und dem Kulukpene oder D ak a, mit der Hauptstadt Pembi (s.d.), auch Kpembi geschrieben. Haupthandelsort ist Salaga (s.d.). Die Landschaft Nawuri (s.d.), sowie der nördliche Teil der Landschaft Tschangboröng (s.d.) und 3 kleine südwestlich von Djonajile am linken Ufer des Kulukpene gelegene Orte in Togo bildeten früher gleichfalls Bestandteile des G.-Reiches; sie wurden von diesem infolge der Abgrenzung zwischen den Northern Territories der Goldküste und Togo (Deutsch- englisches Abkommen vom 14. Nov. 1899 [KolBl. 1890, 20]) abgetrennt; sie liegen im Verwaltungsbezirk Kete-Kratschi.

Literatur: Graf Zech, Land und Leute an der Nordwestgrenze von Togo, in Mitt. a. d . d. Schutzgeb., 1904.

v. Zech.