Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 745

Gorilla, Gattung der Menschenaffen. Der G. unterscheidet sich vom Schimpansen durch große Nasenlöcher, kurze und dichte, aufrechtstehende Scheitelbehaarung, nackte Brust bei ausgewachsenen Tieren, sehr kurze, bis an das zweite Glied in die Haut verwachsene Zehen und kleine Augen. Die Männchen sind viel größer als die Weibchen und erreichen eine Länge von 2 m in manchen Gegenden. Man kennt sie aus den Urwaldgebieten von Kamerun, aus dem nördlichen und östlichen Kongogebiet, aus dem französischen Kongo, den westlichen Uferländern des Tanganjika und den Vulkangebieten am Kiwusee in Deutsch - Ostafrika. Aus Kamerun sind bisher 6 Rassen beschrieben worden: G. diehli vom Gebiet der Zuflüsse des Kreuz - Flusses, G. matschiei von Jaunde, G. zenkeri von Bipindi, G. Jacobi vom oberen Dscha, G. hansmeyeri vom Dume, G. schwartzi vom Sanga; sie unterscheiden sich durch die Färbung des Scheitels, Rücken und der Gliedmaßen und die Form des Schädels. Vom Sabinjovulkan nördlich des Kiwusees ist ein schwarzer Gorilla, G. beringei bekannt.

Matschie.