Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 747

Grabmal der Eingeborenen. Das über dem Grabe errichtete Mal dient zur Kennzeichnung der Grabstätte und ihrem Schutze; auch der Wunsch, den Toten im Grabe festzuhalten, kann in Frage kommen. Es besteht in einfachen Aufschüttungen von Erde oder Steinen, die mit Pfählen, Steinpfeilern u. a. versehen sein können, oder ist im Innern mit Gebälk wie ein Haus ausgestattet; in anderen Fällen ist es als Schiff oder Haus aus Holz gebildet. Seine Ausgestaltung zu größeren Bauwerken, die dann auch. Raum für den Kultus bieten, setzt Rang und Besitz voraus; sie knüpft an die genannten Bräuche der Naturvölker an und ist ein wichtiges Feld für ornamentale und architektonische Entwicklung (s. Bestattung).

Thilenius.