Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 758

Groß - Batanga (s. Tafel 62), Ort an der südlichen Kamerunküste, an dem südlichsten Mündungsarm des Lobe. Am Hauptarm, der durch eine Sandbarre geschlossen und außerdem stark versumpft ist, liegt das unbedeutende Dorf Lobe. Die Bewohner sind die Batangaleute (s.d.), die einen ausgedehnten Handel mit dem Hinterland treiben. G. war früher der bedeutendste Handelsplatz der Batangaküste (s.d.), infolge der schlechten Reede und des Fehlens einer großen Handelsstraße ist es aber von Kribi (s.d.) bei weitem überflügelt worden. Die Handelsprodukte sind Öl und Palmenkerne, Gummi in zweiter Linie. Eine Straße verbindet G. mit dem nördlich gelegenen Kribi. In G. befinden sich fünf europäische Faktoreien, eine Evangelische Mission der amerikanischen Presbyterianer und eine Katholische Mission der Genossenschaft der Pallotiner.

Passarge - Rathjens.