Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 758

Grootfontein. 1. Ort in Deutsch-Südwestafrika, im Norden des Hererolandes am Ende einer Zweigstrecke der Otavibahn. G. liegt unter 19 1/2 ° s. Br. in dem günstigsten Niederschlagsgebiet des nördlichen Hererolandes. Die Umgebung der Station ist nicht nur durch gute Beschaffenheit der Weide, sondern auch dadurch ausgezeichnet, daß hier der öftere Anbau bestimmter Kulturgewächse (Mais usw.) auf Regenfall möglich zu sein scheint. Auch finden sich in der Umgebung verschiedene echte Quellen, die einen Schluß auf reichlich vorhandenes Grundwasser zulassen. G. war schon seit längerer Zeit durch seine Burenniederlassung bekannt, die, von Auswanderern aus dem Transvaal begründet, zu einer festen Ansiedlung in diesem Gebiete übergingen, nachdem ihnen der Schutz des Reiches durch Dr. Goering (s.d.) zugesichert war. In unruhiger Zeit trugen diese Buren zur Niederhaltung der nördlichen Herero wesentlich bei. G. ist Hauptort des gleichnamigen Bezirks, des nordöstlichsten bereits in Verwaltung genommenen Gebiets der Kolonie sowie Sitz einer katholischen Missionsstation und einer Regierungsschule. Der Ort ist ferner Post- und Telegraphenstation sowie im Besitz eines Zollamtes. -2. Platz im Großnamalande (Deutsch- Südwestafrika) unter 25° s. Br. innerhalb der den Fischfluß im Westen begleitenden Tafelländer. Niederschlagstabelle s. Deutsch-Südwestafrika.

Dove.