Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 770 f.

Guineagras, Panicum jumentorum Pers. (P. altissimum Jacq.), im tropischen Afrika heimisches, überall in den Tropen - versuchsweise auch in Deutsch-Ostafrika - kultiviertes Futtergras. -Falsches G. (Kubagras, Aleppohirse, Sudangras, Johnsongras), Andropogon halepensis, weit verbreitetes Unkraut der wärmeren Gebiete, erreicht in den Tropen oft sehr üppige Entwicklung und wird dort über 3 m hoch. In Nordamerika wird das falsche G. als Futterpflanze (Grünfutter) kultiviert, erzeugt aber bisweilen schädliche Wirkungen durch Blausäurevergiftung wie die kultivierte Sorghumhirse, als deren Urform es zu betrachten ist (s. Sorghumhirse).

Literatur: Zimmermann im "Pflanzer" IV, 1908 S. 273 ff (daselbst auch Lileraturübersicht). H. Winkler, Botanisches Hilfsbuch für Pflanzer usw. Wismar 1912, S. 24. - S. Futterpflanzen.

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