Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 10

Haho, Fluß in Togo, welcher bei Ssodo (Landschaft Akposso) im zentralen Togogebirge (s.d.) entspringt und das dem Togogebirge östlich vorgelagerte Inselbergland durchfließt, aus dem ihm zahlreiche Wasserläufe zugehen. Er schlägt nach dem Verlassen der Inselberglandschaft eine südöstliche Richtung ein bis zur Einmündung des Joto, der ihm von einem nördlich Nuatjä bei Agbatitoë gelegenen Plateau zugeht. Von der Einmündung des Joto ab fließt der H. in zahlreichen kleinen Windungen in südlicher Richtung bis zu seiner Einmündung in den Togosee. Bei Hahote erreicht der H. eine Niederung; diese setzt sich in nordöstlicher Richtung bis zum Sumpfgebiet Bado fort; in nordwestlicher Richtung geht sie in die Niederung des Lili, eines rechten Nebenflusses des H. über, der auf dem Plateau von Gavlie entspringt. Die Ufer des H. sind durchweg mit einem breiteren oder schmäleren Uferwald bestanden, der mitunter wertvolle Nutzhölzer birgt. Beim Aufforstungsgebiet, welches sich westlich Nuatjä, bei der Mündung des Baloë in den H. befindet, kommt eine Nutzholzart, die Cynometra megalophyla, in größeren Beständen vor. Der H. ist nur in seinem untersten Teil 12 km weit für Kanus befahrbar; aber auch dort sind Wasserpflanzen dem Verkehr oft sehr hinderlich. Im Unterlauf beträgt die durchschnittliche Bettbreite (am Oberrand gemessen) 20 m, in der Nähe der Mündung 80 m; die Ufer sind in jenem Teil im allgemeinen 5 m hoch.

Literatur: Frhr. v. Seefried, Bericht über die Untersuchung des Haho- Flusses. KolBl. 1904.

v. Zech.