Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 51

Haustiere der Eingeborenen. Als H. werden von den Eingeborenen der afrikanischen Kolonien mit großen örtlichen Verschiedenheiten je nach den klimatischen Verhältnissen und dem Vorkommen von Insekten (Tsetsefliege, s.d.) hauptsächlich Hunde (s. Haushunde),Katzen, Ziegen, Schafe, Rinder, Esel, Hühner, Enten, in den westafrikanischen Schutzgebieten auch Schweine, ferner in diesen und Deutsch- Südwestafrika auch Pferde gehalten, während bei den Eingeborenen der Südseekolonien regelmäßig nur Hunde, Schweine und Hühner angetroffen werden (s.a. Wirtschaft der Eingeborenen). In Kiautschou werden von den Chinesen besonders Rinder, Esel, Maultiere und Schweine gehalten. Durch die Europäer sind weitere H. in die deutschen Kolonien eingeführt worden (s. Haushunde, Katzen, ferner Viehzucht, Pferde-, Maultier-,Esel-, Rindvieh- , Schaf-, Ziegen-, Schweine-, Straußen-, Geflügelzucht, Kamelreitertruppe, Bienen und Bienenzucht).