Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 68

Hirse, Sammelbegriff für Getreidearten aus verschiedenen Gattungen der Gramineen, im heimischen Sinne nur für die unter 3a und b genannten Arten.
1. Sorghum-Hirse (s.d.) von Andropogon Sorghum (L.) Brot., in den Kolonien bei weitem die wichtigste;
2. Pennisetumhirse (s.d.) von Pennisetum americanum (L.) K. Schum.;
3. die Panicumhirsen: a) Rispenhirse (P. miliaceum L.); b) Italienische oder Kolbenhirse (P. italicum L., Setaria italica) mit verschiedenen Kulturformen. P. italicum wird in Ostafrika, wohin sie durch Araber eingeführt ist, selten angebaut (Kis.: "mawete manga"); ebendaselbst ganz vereinzelt:
4. P. colonum L.

Literatur: Körnicke u. Werner, Handbuch d. Getreidebaus 1885, Bd. II. - Stuhlmann, Beitr. Kulturgesch. Afrikas, 1909 S. 193 f. Fruhwirth, Züchtung d. Landwirtsch. Kulturpflanzen, Bd. V, 1912 S. 60 ff.

Busse.