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Hochwald, in der Sprache des Forstmanns ein Wald, der mit hoher Umtriebszeit bewirtschaftet wird
und in der Regel aus gleich alten, durch Saat oder Pflanzung oder in
Naturverjüngung
erzogenen Bäumen besteht, in der kolonialen Literatur jeder hochstämmige
geschlossene Wald im Gegensatz zu lichten Beständen mit Graswuchs oder
zu solchen, in denen niedere Bäume und Buschwerk vorherrschen. Derartige
Hochwälder sind vor allem die Gebirgsregenwälder, welche unter dem
Einfluß
hoher Luftfeuchtigkeit und großer Niederschlagsmengen sich entwickelt
haben. Sie bestehen gewöhnlich aus einer großen Anzahl meist immergrüner
Arten mit ziemlich breiten, oft etwas lederartigen Blättern, deren
Spreite
oft in eine Spitze ausläuft, welche den Wasserablauf von der Blattfläche
beschleunigt (Träufelspitze). Das übrigens sehr unregelmäßige Kronendach
breitet sich in Höhen von 80 und mehr Metern aus, und Bäume von 50 m
Höhe
sind keine Seltenheit. Die Wurzelanläufe sind stark, oft brettartig
entwickelt
und können sich mehrere Meter weit am Stamm hinaufziehen. Die Blüten
erscheinen
manchmal am Stamm statt an den jungen Zweigen der Krone. Holzige Lianen
hängen von den Ästen herab, die namentlich in Gebieten mit großer
Luftfeuchtigkeit
von Epiphyten (Orchideen, Moosen u. a.) bewohnt sind. Die
Zusammensetzung
des H. ist nach den Gebieten und nach seiner Höhenlage verschieden. Da
ihm die meisten wertvollen Holzarten der Schutzgebiete angehören und er wichtige
Wohlfahrtswirkungen
ausübt (Wasserwirtschaft, Bodenpflege), ist er der hauptsächlichste
Gegenstand
forstlicher Fürsorge (s. Forstwesen).
Büsgen. |