Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 71

Hohenlohe-Langenburg, Hermann Fürst zu, geb. Langenburg in Württemberg 31. Aug. 1832, gest. 9. März 1913, studierte in Berlin, war Offizier in württembergischen, 1854 in österreichischen Diensten, 1859 im Feldzug Italiens gegen Frankreich, 1862 General, 1870/71 im Feldzug gegen Frankreich, seit 1860 erbliches Mitglied, seit 1893 Vizepräsident der württembergischen Ersten Kammer, 1871 bis 1880 Mitglied (deutsche Reichspartei), 1877/78 zweiter Vizepräsident des deutschen Reichstags, 1882 Begründer und Erster Präsident des deutschen Kolonialvereins (s.d.) bzw. der späteren deutschen Kolonialgesellschaft (s.d.), von deren Leitung er Ende 1894 infolge seiner Ernennung zum Statthalter von Elsaß-Lothringen (bis Oktober 1907) zurücktrat. Damals erfolgte seine Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Gesellschaft "in Anerkennung der unvergänglichen Verdienste des Fürsten um die koloniale Sache". Vgl. auch den Leitartikel der DKZ. vom 31. Aug. 1912: Dem Ehrenpräsidenten der KolG. zum 80. Geburtstag.