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Hoornkrans, Name des Ortes in Deutsch-Südwestafrika, der eine
Zeitlang
den Hauptsitz Hendrik Witbois
(s.d.) und seiner Krieger bildete. H. lag in dem Massiv des Gansberges
im Westen des Rehobother Landes, der schon dem Jan Jonker mit seinen Afrikaanern
(s.d.) nach ihrer Vertreibung aus Windhuk
als Sitz gedient hatte. Der Ort H. lag auf einem flachen Bergrücken und
war, ein Zeichen für die Intelligenz des berühmten Häuptlings, auf zwei
Seiten durch eine mit Schießscharten versehene, halbhohe Mauer
befestigt.
Von hier aus unternahm Hendrik die meisten seiner späteren Züge in das
Hereroland, und hier begann mit dem Angriff der
Schutztruppe am 12. April 1893, der eine Reihe weiterer Gefechte in der
Umgebung dieses Platzes folgten, der erste große Kampf mit den
Eingeborenen
des Schutzgebiets. Schließlich wurde Hendrik von dem neuen Stammsitze
in die Naukluft abgedrängt, und damit
hatte H. jede weitere Bedeutung verloren, um so mehr, als die Witbois
in ihr altes Gebiet Gibeon überführt wurden.
Literatur: H. v. François, Nama und
Damara. Magdebg. - K.
Schwabe, Mit Schwert und Pflug in Deutsch-Südwestafrika
2. Aufl., Berl. 1904.
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