Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 88

Ichneumon, ursprünglich der Name der ägyptischen Rasse eines marderartigen, aber durch anderen Zahnbau ausgezeichneten Raubtiers, jetzt für alle größeren Arten dieser Säugetiergruppe, welche südlich der Sahara unsere Marder gewissermaßen ersetzen. Manche Arten lassen sich zähmen und dienen zum Vertilgen von Mäusen, Ratten und Schlangen. Die Schwanzhaare des großen, grauen I. können zu Pinseln verarbeitet werden. In Deutsch-Ostafrika leben 6 Arten nebeneinander, das Weißschwanz-I. mit weißen oder wenigstens in der Wurzelhälfte weißen Schwanzhaaren, das große Pinselschwanz-I. mit schwarzen Füßen und schwarzer Schwanzquaste, das dunkelbraune oder rötlichbraune, ziemlich kurzschwänzige, große Kurzschwanz-I., die kleine ockergelbe, mit brauner Schwanzspitze versehene Ockermanguste, die Hermelinmanguste mit schwarzer Schwanzspitze, die etwas kleinere Zwergmanguste ohne schwarze Schwanzspitze, die Zebramanguste mit dunkelgebändertem Rücken und die sog. Iltis-I., welche nur 4 Zehen haben. In Kamerun und Togo kommen ein schwarzbraunes Kurzschwanz-I., ein sehr dunkles, dem Weißschwanz-I. ähnliches, aber dunkelschwänziges Tier, eine dunkle Hermelinmanguste und eine ungestreifte, der Zebramanguste in der Gestalt ähnliche Form, die Kusimanse, vor, jede Art in mehreren Rassen, die sich gebietsweise vertreten. Aus Deutsch-Südwestafrika kennen wir nur eine Hermelinmanguste und ein großes Pinselschwanz-I. Auch eine Schlupfwespengattung heißt I.

Matschie.